Jump to content
Sign in to follow this  
NachtJaeger110

Me 163 XXL CT Scan!

Recommended Posts

Posted (edited)

Diesen Artikel habe ich gerade ebenfalls gelesen. Ein Unding, dass solch ein Müll durch ein "Qualitätsmedium" Publiziert wird. 

Immerhin war der Kommentarbereich da sehr kurzweilig. 😂

 

In dem Zusammenhang kann ich ebenfalls auch das Buch von Mano Ziegler empfehlen. Ich habe es bislang zweimal gelesen. 

Da steht so ziemlich alles drin, was man zum Thema Kraftei wissen muss. 

 

Da ist der Artikel in der Welt schon mehr als anmaßend und vollkommen tendenziös. Eine echte Unverschämtheit in vielerlei Hinsicht! 

Edited by Blooddawn1942

Share this post


Link to post
Share on other sites
5 minutes ago, Blooddawn1942 said:

Diesen Artikel habe ich gerade ebenfalls gelesen. Ein Unding, dass solch ein Müll durch ein "Qualitätsmedium" Publiziert wird. 

Immerhin war der Kommentarbereich da sehr kurzweilig. 😂

 

Absolut... Ich finds eben extrem schade, dass der eigentliche Sinn des Scans völlig untergeht. Die wollen natürlich die Geschichte ihrer eigenen 163 erforschen, nicht generell den Typ.

Also Werknummer, Teile, Schäden usw finden... das ist extrem spannend, zumal dann VR Anwendungen in die Ausstellung kommen sollen.

Share this post


Link to post
Share on other sites

und WAS genau soll jetzt an dem Welt-Artikel "Müll" sein ? und was "tendenziös" oder "anmaßend" ? da steht eigentlich alles drin, was es kurz und knapp zu sagen gibt - eine Konstruktion, die den Piloten höchsten Risiken aussetzte, mit teilweise "Ersatzstoffen" gebaut, eine Idee aus der Verzweiflung heraus geboren, im Einsatz alles andere als die gepriesene "Wunderwaffe"...

Share this post


Link to post
Share on other sites
1 minute ago, Geleitzug said:

und WAS genau soll jetzt an dem Welt-Artikel "Müll" sein ? und was "tendenziös" oder "anmaßend" ? da steht eigentlich alles drin, was es kurz und knapp zu sagen gibt - eine Konstruktion, die den Piloten höchsten Risiken aussetzte, mit teilweise "Ersatzstoffen" gebaut, eine Idee aus der Verzweiflung heraus geboren, im Einsatz alles andere als die gepriesene "Wunderwaffe"...

 

Na der wissenschaftliche Zweck des Scans kommt im Welt Artikel im Gegensatz zur PM des Museums überhaupt nicht rüber- und es klingt wirklich so, als wollen die nur aus Sensationslust längst bekannte Fakten zur Geschichte des Flugzeuges als neue Erkenntnis verkaufen. Das fand ich extrem Schade. Aber vielleicht kommen ja noch bessere Artikel.

Share this post


Link to post
Share on other sites
Posted (edited)

Das fängt mit einer Bildunterschrift an, in der die 163 als alliierter Abfangjäger bezeichnet wird. Da kann ich mir nur noch an die Stirn kloppen. Wie kann einem Qualitätsmedium so ein grober Fauxpas durchgehen? 

 

Weiterhin werden seit 1944 bekannte Tatsachen als neue Erkenntnisse des Scans verkauft. (Brisanz des 2 Komponenten Kraftstoffs, dadurch Gefährdung für Flugzeugführer und des Bodenpersonals etc.) 

Klatschblatt-Niveau. Kann ich nicht anders sagen. 

Das ist Müll. 

 

Es wird auf minderwertigen Werkstoffen (Ersatzstoffe) herumgeritten und die Leistung der damaligen Ingenieure, die aus den spärlichen vorhanden Ressourcen einen einsatzfähigen Technologieträger entwickelt haben, negiert. Da wird dann zuletzt vom Hybris der Ingenieure fabuliert. 

Niemand behauptet, die 163 sei eine Wunderwaffe gewesen. Auch ich nicht. Ein aus der Not heraus hervorgegangener Objektschutzjäger, dem nichtsdestotrotz eine erstaunliche Ingenieursleistung zu Grunde liegt. Das wird hier komplett in Abrede gestellt. 

Das ist anmaßend. 

 

Nicht zuletzt wird unumwunden zugegeben, dass die Zielsetzung des Projektes darin besteht, den Mythos der technischen Überlegenheit bestimmter Luftwaffenmuster zu widerlegen. 

Das ist nicht ergebnisoffen, sondern am Ende bekommt das Projekt da einen erheblichen politischen Beigeschmack. 

Das ist Tendenziös. 

 

 

Davon abgesehen, ist dieser Artikel journalistisch schlichtweg schlecht und wäre für eine Schülerzeitung sicherlich in Ordnung, nicht aber für ein überregionales Blatt wie die Welt. 

Edited by Blooddawn1942
  • Upvote 1

Share this post


Link to post
Share on other sites

Leute, jetzt bleibt mal "auf dem Teppich" - die Fakten sind natürlich dem Luftwaffengeschichte-Interessierten längst bekannt, aber sicherlich nicht dem Laien. Der Artikel richtet sich ja nicht an dieses Publikum, sondern an den "allgemeinen Leser", dem diese Erkenntnisse, ja vielleicht sogar der ganze Flugzeugtyp gar nicht oder nur kaum bekannt sind/ist.

 

Natürlich ist es nicht korrekt zu behaupten, dass man erst durch diese CT-Scans erfahren habe, dass bei der Fertigung Ersatzstoffe eingesetzt wurden oder dass der Raketenantrieb erhebliche Risiken für die Piloten (aber auch das Bodenpersonal) hatte, diese Aussage kann man sicherlich kritisieren. Allerdings erwähnt der Autor des Artikels aber auch den eigentlichen Zweck der Forschung und die daraus gewonnen Erkenntnisse, z.B. dass man originale von ersetzten Bauteilen unterscheiden kann, etc.

 

43 minutes ago, Blooddawn1942 said:

Nicht zuletzt wird unumwunden zugegeben, dass die Zielsetzung des Projektes darin besteht, den Mythos der technischen Überlegenheit bestimmter Luftwaffenmuster zu widerlegen. 

Das ist nicht ergebnisoffen, sondern am Ende bekommt das Projekt da einen erheblichen politischen Beigeschmack. 

Das ist Tendenziös. 

 

 

Aber die Aussage zu den " bis heute verbreiteten Mythen über deutsche Flugzeuge und Flugkörper aus der Endphase des Zweiten Weltkriegs", die für Dich diesen Beigeschmack haben mögen, kommt ja nicht vom Welt-Redakteur, sondern vom Mitarbeiter des Kuratorenteams des Deutschen Museums... und ob die diese Forschungsarbeit in irgendeiner Weise politisch motiviert durchgeführt haben, wage ich doch stark zu bezweifeln.

 

Ich gebe Dir aber recht, Blooddawn, der Artikel ist sicherlich nicht auf journalistischem Höchstniveau, aber man kann bei solch einem kurzen Artikel auch keine wissenschaftliche Abhandlung erwarten.

  • Like 1

Share this post


Link to post
Share on other sites
1 hour ago, Blooddawn1942 said:

Nicht zuletzt wird unumwunden zugegeben, dass die Zielsetzung des Projektes darin besteht, den Mythos der technischen Überlegenheit bestimmter Luftwaffenmuster zu widerlegen. 

Das ist nicht ergebnisoffen, sondern am Ende bekommt das Projekt da einen erheblichen politischen Beigeschmack. 

Das ist Tendenziös.

Aus eigener Erfahrung im Stellen von Projektanträgen kann ich sagen, dass es bei einer anders formulierten Zielsetzung sicherlich keine Fördermittel für so ein Projekt gegeben hätte. Besonders im Museumsbereich erhöht  es in der Regel die Erfolgsaussichten deutlich, wenn man vermitteln kann, dass das eigene Projekt irgendeine gesellschaftliche Relevanz hat. Am besten ist immer irgendwas mit Klimawandel, Gender, Migration oder Kampf gegen Rechts. Ich vermute auf Letzteres wird man im Projektantrag abgezielt haben.

  • Like 1
  • Upvote 1

Share this post


Link to post
Share on other sites
24 minutes ago, Geleitzug said:

die Fakten sind natürlich dem Luftwaffengeschichte-Interessierten längst bekannt, aber sicherlich nicht dem Laien. Der Artikel richtet sich ja nicht an dieses Publikum, sondern an den "allgemeinen Leser", dem diese Erkenntnisse, ja vielleicht sogar der ganze Flugzeugtyp gar nicht oder nur kaum bekannt sind/ist.

 

 

Darum geht es nicht. Schlechter Journalismus bleibt schlechter Journalismus. Natürlich ist die Welt nicht die Flugrevue, welche sich an ein interessiertes "Fachpublikum" richtet.

Es bleibt festzuhalten, dass hier schlichtweg vorsätzlich oder nicht,falsch informiert wird. Nur weil sich der Inhalt des Artikels an ein breites Publikum richtet, kann ich nicht meine journalistische Sorgfalt außer acht lassen und dort etwas schreiben, was so einfach nicht stimmt. Das ist Bild-Niveau.

 

Übrigens bin ich vollkommen geerdet. Den Teppich verlasse ich sicher nicht.😉

Share this post


Link to post
Share on other sites
41 minutes ago, Blooddawn1942 said:

Übrigens bin ich vollkommen geerdet. Den Teppich verlasse ich sicher nicht.😉

 

Und wenn es ein fliegender ist ? :P:biggrin:

 

Ich denke wir sind uns schlußendlich einig - ein Artikel in der Welt ist nicht gleichwertig zu einem Artiekl in einer Fachzeitschrift - nur sehe ich in dem Artikel nicht die "politische Botschaft" hineingezwängt, die ihr da versucht, rauszulesen... ich betrachte das eher als die typische journalistische Arbeit von heute - schnell was in die Tastatur gehauen, bevor die anderen schneller darüber berichten...

Share this post


Link to post
Share on other sites
7 minutes ago, Geleitzug said:

 

Und wenn es ein fliegender ist ? :P:biggrin:

 

Ich denke wir sind uns schlußendlich einig - ein Artikel in der Welt ist nicht gleichwertig zu einem Artiekl in einer Fachzeitschrift - nur sehe ich in dem Artikel nicht die "politische Botschaft" hineingezwängt, die ihr da versucht, rauszulesen... ich betrachte das eher als die typische journalistische Arbeit von heute - schnell was in die Tastatur gehauen, bevor die anderen schneller darüber berichten...

Dann werde ich mir da ein paar Kokarden drauf pinseln und mal das FM auf Herz und Nieren prüfen. 😄

 

Ansonsten stimme ich Dir da ganz klar zu. Nennt man wohl heutzutage Clickbait. :)

Share this post


Link to post
Share on other sites
Posted (edited)
1 hour ago, Juri_JS said:

 Am besten ist immer irgendwas mit Klimawandel, Gender, Migration oder Kampf gegen Rechts. Ich vermute auf Letzteres wird man im Projektantrag abgezielt haben.

 

Wenn man geschichtswissenschaftliche Forschung als Teil vom "Kampf gegen Rechts" verstehen möchte , warum nicht ? Das Lernen aus der (eigenen Geschichte) sollte eigentlich keiner besonderen Erwähnung bedürfen, sondern eher selbstverständlich sein; und natürlich sind die Erkenntnisse aus unserer jüngeren Geschichte schlußendlich auch dem ""Kampf gegen Rechts" dienlich, denn je länger die Ereignisse her sind, um so häufiger muss man daran erinnern, damit sie nicht in Vergessenheit geraten, verfälscht oder gar am Ende geleugnet werden... und dazu zählt eben im Detail auch, daran zu erinnern, dass technische Errungenschaften wie z.B. das "Kraftei" einerseits sicherlich eine großartige Ingenieursleistung war, aber andererseits auch nur dazu geführt haben, sinnlos Menschenleben zu opfern...

 

Trotz alledem - oder vielleicht sogar gerade deswegen - war die 163 eine meiner Lieblingsmaschinen im "Ur-Il-2" und es wäre natürlich toll, wenn sie irgendwann einmal auch in der "Great Battles" Serie Einzug halten würde ;)

Edited by Geleitzug
  • Like 2

Share this post


Link to post
Share on other sites

Bedenklich wird es allerdings, wenn bestimmte Forschungsrichtungen nicht mehr gefördert werden, weil sie nicht dem politischen Zeitgeist entsprechen. Militärhistorische Forschung findet an deutschen Universitäten z.B. kaum noch statt, um nur mal ein Beispiel zu nennen.

  • Like 3

Share this post


Link to post
Share on other sites
16 minutes ago, Juri_JS said:

Bedenklich wird es allerdings, wenn bestimmte Forschungsrichtungen nicht mehr gefördert werden, weil sie nicht dem politischen Zeitgeist entsprechen. Militärhistorische Forschung findet an deutschen Universitäten z.B. kaum noch statt, um nur mal ein Beispiel zu nennen.

 

Kaum ?? - na ja...  http://portal-militaergeschichte.de/forschende

Share this post


Link to post
Share on other sites
Posted (edited)

Im Vergleich zu früheren Jahrzehnten ist der Umfang deutlich zurückgegangen, insbesondere im Vergleich zu den englischsprachigen Ländern. Wie du an deiner Liste sehen kannst, ist nur ein kleinerer Teil der Forschenden an einer deutschen Universität angestellt. Grund ist das Problem, dass ich beschrieben habe. Für klassische militärhistorische Forschungsprojekte ist es sehr schwer Fördergelder aufzutreiben. Was heute an den Unis betrieben wird, geht häufig eher in Richtung Friedens- und Konfliktforschung und das fällt dann meist eher in den Bereich der Politologie. Bedeutende Militärhistoriker wie einen David Glantz oder Martin van Creveld hat Deutschland leider nicht vorzuweisen, die Zeiten sind vorbei.

Edited by Juri_JS

Share this post


Link to post
Share on other sites

 

3 hours ago, Geleitzug said:

Trotz alledem - oder vielleicht sogar gerade deswegen - war die 163 eine meiner Lieblingsmaschinen im "Ur-Il-2" und es wäre natürlich toll, wenn sie irgendwann einmal auch in der "Great Battles" Serie Einzug halten würde ;)

 

Il-2 Battle of Ruhrpott mit ner 163 als Collector's würde ich mir auch sofort  gönnen dealwithit.png

 

Das Muster war so ein richtiger Spreu-vom-Weizen-Trenner in Il-2. Die meisten konnten damit nicht umgehen und waren dann am Flennen, wenn sie auch mit den anderen Flugzeugen nichts gegen ein gut geflogenes Kraftei anrichten konnten. Wobei das bei der BI-1 noch krasser war, Stichwort Mach Tuck und nur 2x 45 Schuss 20mm. Damit nen Abschuss hinzubekommen war wirklich eine Leistung.

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Die britische DH "Mosquito" war auch aus Holz, aus Mangel an anderen Materialien. Sie war trotzdem eine geniale Konstruktion

und hat sich im Einsatz bewährt. Ich habe immer wieder das Gefühl, unsere  Journaille "darf" nichts positives über Deutschland 

im Zweiten Weltkrieg schreiben. Dann kommt natürlich nur Schrott dabei heraus.

Wenn ich auf "Wikipaedia" Artikel über den WK II lese, kratze ich mein Schulenglisch zusammen und lese die englischen Artikel.

Die sind wesentlich sachlicher...

 

  • Upvote 3

Share this post


Link to post
Share on other sites
4 hours ago, Jokili68 said:

Ich habe immer wieder das Gefühl, unsere  Journaille "darf" nichts positives über Deutschland 

im Zweiten Weltkrieg schreiben. Dann kommt natürlich nur Schrott dabei heraus.

 

 

Es geht ja gar nicht darum, die technischen Entwicklungen und Leistungen der deutschen Ingenieure dieser Zeit zu schmälern oder schlecht zu reden, sondern es geht um den geschichtlichen Kontext und vor allem um den Jahrzehnte lang (und offenbar ja immer noch) gepflegten Mythos, dass diese Entwicklungen so einmalig und überlegen gewesen seien, dass hätte man nur ausreichend genug davon in Serie produzieren können, der Krieg locker gewonnen worden wäre... gleichzeitig impliziert das dann auch eine Geringschätzung der technischen Entwicklungen der Gegner... sorry, aber die wirklich kriegsentscheidenden Entwicklungen kamen nicht aus deutschen Entwicklungslabors - Radar und Sonar, die Entschlüsselungstechnik mit Hilfe von Rechenmaschinen, und schließlich die Atombombe... selbst bei der Entwicklung einer Strahlturbine waren die Engländer schlußendlich schneller, setzten diesen Antrieb fast zeitgleich mit der Me 262 in der Meteor ein... das muss man halt auch anerkennen...

Share this post


Link to post
Share on other sites

So ein 3D-Scan wäre natürlich die perfekte Grundlage zum Erstellen eines Flugzeugmodells für eine Flugsimulation. In der Luftfahrtindustrie und auch im Architekturbereich ist es ja schon länger üblich auf der Grundlage von 3D-Scandaten CAD-Modelle zu erstellen. Ähnliches ließe sich sicherlich auch im Bereich Flugsims machen. Die Entwickler müssten nur irgendwie kostengünstig und ohne Urheberrechtsprobleme an die entsprechenden Daten kommen.

Share this post


Link to post
Share on other sites
Posted (edited)
15 hours ago, Juri_JS said:

So ein 3D-Scan wäre natürlich die perfekte Grundlage zum Erstellen eines Flugzeugmodells für eine Flugsimulation. In der Luftfahrtindustrie und auch im Architekturbereich ist es ja schon länger üblich auf der Grundlage von 3D-Scandaten CAD-Modelle zu erstellen. Ähnliches ließe sich sicherlich auch im Bereich Flugsims machen. Die Entwickler müssten nur irgendwie kostengünstig und ohne Urheberrechtsprobleme an die entsprechenden Daten kommen.

 

Als Übersicht wäre das perfekt aber die Detaildichte dürfte ziemlich gigantisch sein.

Das muss dann eh alles umgearbeitet /reduziert werden damit die Engine nicht ins taumeln kommt. Ich finde den Ansatz da eine App draus zu machen wesentlich spannender.

Man kann auf der Basis so viel erklären und animiert verdeutlichen das es eine wahre Freude ist.

Ich baue ja gerade etwas ähnliches als App (allerdings WW.I) und das Interesse ist komplett anders wenn man selber die Komponenten zusammen bauen kann und fast "spielerisch" einen Umlaufmotor erforscht.

 

Lernen 2.0 :biggrin:

Edited by LesG
  • Like 2

Share this post


Link to post
Share on other sites
Posted (edited)

Detaildichte ist ein blöder Ausdruck. Man spricht dabei von Polygondichte oder Anzahl der Polygone.

 

Spoiler

Nehmen wir mal an man hätte eine Schlauchleitung die durch das Cockpit geht.

In der Mitte sitzt noch eine Schraubverbindung allerdings nur aus kosmetischen Gründen.

 

6seitenyejwy.jpg

 

Je nachdem in welcher Position wir im (FluSi) Cockpit sitzen sehen wir die Seiten des Rohrs gar nicht richtig und somit auch nicht die Anzahl der Seiten.

 

6seiten0227k01.jpg

 

Somit hat der Gegenstand 2 Verschlüsse (je 1 Segment) und 6 Seiten. Das wird dann nett texuriert und je nach Blickrichtung sehen wir das überhaupt nicht dass dieses Rohr nur aus 6 Seiten besteht.

 

Jetzt erhöhen wir die Anzahl der Seiten auf 12

 

12seiten5gk6t.jpg

 

Das sieht jetzt schon besser aus aber erhöhen wir weiter auf 24

 

24seitenlek85.jpg

 

langsam sieht das Rohr rund aus und wird natürlich immer besser je mehr Seiten das Objekt bekommt.

 

Jetzt erhöhen wir aber auch die Anzahl der Längensegmente

 

laengensegmenteesj2z.jpg

 

und verformen dieses Rohr so wie es auch in der Realität wäre.

 

laengensegmenteverforbyjl6.jpg

 

Das sind dann die Daten die der Scanner liefert und das was man auf dem Bild sieht ist ein Witz im Vergleich zu der Auflösung des Scanners.

Jetzt kann man sich sicherlich gut vorstellen dass man so eine Rohrleitung mit weniger Aufwand selber baut als die Rohrleitung aus dem Scanner so aufzubereiten dass man in einem "Spiel" damit was anfangen kann OHNE den PC in den Wahnsinn zu treiben (und das kann ich theoretisch nur mit einer Kugel die ich in Blender oder 3DS Studio konstruiere. Das ist nur eine Frage der Anzahl der Seiten und jedes Computerspiel würde sofort abstürzen)

Man muss schon mit der Anzahl der Polygone sorgsam umgehen in einem Computerspiel / Simulation um die Ressourcen zu schonen. Das ist die Kunst dabei.

 

Die Daten die man von diesen Scans erhält sind sehr hoch aufgelöst und wie man im Spoiler nachlesen kann wird man im Bereich der Computerspiele nur wenig damit anfangen können allerdings als Übersicht kann es kaum perfekter sein.

Edited by LesG

Share this post


Link to post
Share on other sites
3 hours ago, NachtJaeger110 said:

https://www.stern.de/digital/technik/messerschmitt-me-163---hitlers--wunderwaffe--wurde-im-riesenscanner-durchleuchtet-8639324.html

 

Endlich ein gescheiter Artikel.... zwar auch kein Wort von der Suche nach der Werknummer, aber immerhin.

 

In der Tat ein sehr guter Artikel - interessant aber vor allem, dass den Kuratoren offenbar wichtig war zu erwähnen, dass sie mit dieser Forschungsarbeit auch den (angeblich) in Computerspielen "gefeierten" Mythos der 163 als "Wunderwaffe" widerlegen wollten... hätte nicht gedacht, dass unser Nischen-Genre so eine Relevanz für die militärhistorische Forschung hat :biggrin:

Share this post


Link to post
Share on other sites
19 hours ago, LesG said:

Die Daten die man von diesen Scans erhält sind sehr hoch aufgelöst und wie man im Spoiler nachlesen kann wird man im Bereich der Computerspiele nur wenig damit anfangen können allerdings als Übersicht kann es kaum perfekter sein.

Die hohe Auflösung sollte eigentlich kein Problem sein, wenn man die Rohdaten so eines Scans bekommen kann. Wie es bei einem Flugzeugmodell laufen würde, kann ich nicht sagen, aber bei Laserscans für digitale Geländemodelle funktioniert es so, dass man sich die Messwerte in einem GIS als Punktwolke ausgeben lassen kann. Mittels Triangulation lässt sich dann daraus weitgehend automatisiert ein 3D-Modell erzeugen, hierbei kann man dann auch die gewünschte Auflösung festlegen oder man verringert bereits vorher die Anzahl der Messpunkte. Ich denke, bei anderen Arten von 3D-Modellen würde es ähnlich funktionieren.

Share this post


Link to post
Share on other sites
Posted (edited)
2 hours ago, Juri_JS said:

Die hohe Auflösung sollte eigentlich kein Problem sein, wenn man die Rohdaten so eines Scans bekommen kann. Wie es bei einem Flugzeugmodell laufen würde, kann ich nicht sagen, aber bei Laserscans für digitale Geländemodelle funktioniert es so, dass man sich die Messwerte in einem GIS als Punktwolke ausgeben lassen kann. Mittels Triangulation lässt sich dann daraus weitgehend automatisiert ein 3D-Modell erzeugen, hierbei kann man dann auch die gewünschte Auflösung festlegen oder man verringert bereits vorher die Anzahl der Messpunkte. Ich denke, bei anderen Arten von 3D-Modellen würde es ähnlich funktionieren.

 

In den gängigen 3D Programmen kann man die Anzahl der Polygone automatisiert ausdünnen.

Das geht schon aber wie gesagt diese hohe Anzahl von Details wird eigentlich gar nicht benötigt.

In Spielen ist das immer die Gradwanderung zwischen Texturen und tatsächlicher Modellierung damit die Performance funktioniert. Schau dir hier mal den Innenraum des P.III in IL2 an:

 

Spoiler

ecke01k5j3l.jpg

 

ecke02ohkke.jpg

 

ecke030ek9c.jpg

 

ecke048zki1.jpg

 

Habe ich gar kein Problem mit wenn an einem Rohr "nur" 12 Seiten verwendet werden.

Der gesunde Mittelweg zwischen Performance und Optik das macht für mich ein gutes Spiel aus.

 

--------------------------------------------------------------------------

 

 

 

 

 

21 hours ago, Geleitzug said:

...dass sie mit dieser Forschungsarbeit auch den (angeblich) in Computerspielen "gefeierten" Mythos der 163 als "Wunderwaffe" widerlegen wollten...

 

Ich bin die Me163 damals in War Thunder Arcade geflogen. Durch unbegrenzten Sprit und Munitionvorrat (und ein sehr einfaches Flugmodell) hatte ich die Me163 in 5 Tagen mit allen Modulen ausgebaut und dafür wurden extrem viele EXP Punkte verlangt. War aber kein Problem die zu erwirtschaften so IMBA wie die Me163 in WT durch den Himmel geflogen ist.

Die war zu der Zeit eines der besten Flugzeuge in WT (Arcade) von daher kann ich die Bemerkung absolut nachvollziehen. Ich habe das selber so empfunden dass man kaum mehr Disneyland den Leuten bieten kann als es damals mit der Me163 der Fall gewesen ist.

Für mich passt die oben zitierte Aussage.

 

Edited by LesG

Share this post


Link to post
Share on other sites
Posted (edited)

Kannst dir aber auch gerne selber ein Bild machen

 

Spoiler

 

 

Mit schlappen 730.000 Abonnenten und fast 250.000 Klicks auf dem Movie würde ich behaupten dass da durchaus falsche Eindrücke an eine breite Masse vermittelt werden.

Klar, das ist ein Computerspiel und ich halte die meisten HIER für Erwachsene und unterstelle ihnen auch die geistige Reife, solche Darstellung nicht für bare Münze zu nehmen aber gilt das für alle der 250.000 Betrachter die sich den Movie angeschaut haben?

 

Wie gesagt ich kann die Aussage (den in Computerspielen "gefeierten" Mythos der 163 als "Wunderwaffe" widerlegen wollten...) absolut nachvollziehen.

Edited by LesG
  • Like 1

Share this post


Link to post
Share on other sites
Posted (edited)

Westermann Proto Plasma Gleiter - 1945

 

 

Sry drei Tage zu spät - habs nicht zum 1. April fertig bekommen :)

Edited by LesG
  • Haha 2
  • Upvote 1

Share this post


Link to post
Share on other sites

Ha ha, sehr amüsant :lol: 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now
Sign in to follow this  

×
×
  • Create New...